REGLER ESC durchgebrannt

duckstance

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Hallo Forum,

Nachdem ich mit meiner neuen Drohne bereits einige erfolgreiche Flüge durchgeführt habe, ist mir beim letzten Start der ESC durchgebrannt. Ich würde gerne herausfinden, warum, damit ich es beim nächsten Mal besser machen kann. Vielleicht könnt ihr mir dabei helfen.

Ich habe das Problem der schlechten Stabilisierung der 2026er DJI O4 Kamera (
). Hier wird häufig empfohlen, die PWM-Frequenz höher zu stellen. Ich habe diese dann auf 48 kHz gestellt. Gleichzeitig habe ich das sinusförmige Starten aktiviert, weil es sinnvoll klang. War das vielleicht ein Fehler?

Ich habe danach die Motoren ohne Propeller auf dem Tisch ein paar Mal hochdrehen lassen. Anschließend habe ich die Propeller wieder angebracht, bin rausgegangen und wollte für einen Test starten. Dabei ist mir zunächst aufgefallen, dass die Propeller nach dem Arming deutlich langsamer als bisher drehten. Als ich dann etwas Gas gab, kam es nach kurzer Zeit, noch bevor die Drohne abhob, zu einem kleinen Knall und es stieg Rauch auf. Ich habe dann sofort den Akku abgesteckt und nachgeschaut. Zwei Motor-ESC-Lötstellen hatten sich abgeschmolzen und wohl einen Kurzschluss verursacht. Außerdem ist ein MOSFET abgelötet und hängt weg.

Habt ihr eine Idee, was der wahrscheinlichste Grund war? Eventuell waren auch meine Motorlötstellen nicht ganz sauber und ich kann nicht ausschließen, dass sich darunter eine kalte Lötstelle befand.

Hier noch mein Setup:
  • Rahmen: GEPRC Mark5 O4 Pro DC
  • Stack: T-Motor F7 + F55A Pro II
  • Motoren: T-Motor Velox V2207 V3 1750KV
  • Akku: CNHL Speedy Pizza Serie Pro 1350mAh 22,2V 6S 150C
  • Videosystem: DJI O4 Air Unit Pro
Danke und Viele Grüße
 

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Gude,
Ich dachte, höhere Frequenzen sind für kleine Quads. 5“ sollten bei 24 bleiben.
Den Mosfet kann man mit Heißluft wieder anlöten, falls er noch ok ist oder austauschen.
Gruß
 
Es wird ein Regler defekt sein, das merkt man daran das alle Motoren nicht mehr richtig angesteuert wurden. Die Lötstelle wird wohl die "Schwäche" gewesen sein, wo die Energie "verbraten wurde".

Ich würde mir einen neuen ESC kaufen, oder du riskierst noch deine Air Unit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schlecht eingestellte PIDs und Filter, sowie auch lose Schrauben und Rahmenteile können den Regelkreis auch zu stark belasten, so dass es zu einen wobbelnden Copter kommt. Dabei steigen die Ströme, alles wird wärmer, und so kann auch ein ESC kaputtgehen.
ESC-Settings würde ich bei 5“ in default lassen, das passt eigentlich immer.
Welche PID Loop Frequenz hast du eingestellt?
 
Bl Motoren laufen ja mit Drehstrom, bei 48khz ist jede "an" oder "aus" dauer pro phase halt kürzer so wie ich das verstanden habe. In der gleichen Zeit wie bei 24khz hat man bei 48khz halt doppelt so viele an-aus Schaltungen pro phase.

Resultat:
48khz = weniger torque, dafür weichere Gasannahme, etwas effizienter. Fühlt sich smoother an.
24khz = mehr torque, fühlt sich mehr responsive an.

Bei größeren Motoren merkt man das wohl weniger als bei kleinen. Was mir aber tatsächlich aufgefallen ist, ist dass bei 48khz im Low throttle Bereich sich der Kopter etwas schwächer anfühlt. Kann man mit schublinearisierung kompensieren.

Zum Problem, ich würde auch den ESC wechseln aber eher weil ich mich zu wenig mit dem Aufbau auskenne und Angst hätte dass mir beim nächsten Flug oder beim einstecken der ESC abfackelt. Dadurch dass der ja direkt am lipo hängt ist das so ne Sache...
Beim FC wäre ich Schmerzfreier :)
Bei mir hat unzähligen Bando Sessions und circa 2-3 Jahren der ESC auch angefangen zu brennen, da kam ne richtige Stichflamme raus. Was jetzt bei dir die Ursache war keine ahnung. Für mich sieht das fast wie ein Produktionsfehler aus. Ist ja quasi sauber abgetrennt.
 

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Ich würde in zwei Richtungen tippen:
Erstens wie schon oben vermutet ein fehlerhaftes / zu hartes Tuning. Dann fließen unnötig hohe Ströme. Dann werden auch die Motoren heiß.
Zweitens der Motor bzw der Klassiker zu lange Motorschrauben. Beim Klassiker fließen deutliche Ströme meistens über den Rahmen (leitet). Oder eben ein anderweitig entstandenen Isolationsschaden am Motor.
 
Die aktivierung von der Sinuskommutierung war eine schlechte Idee..
Besonders mit dem anheben der PWM-Frequenz wirds ja aussichtslos.
Wirklichen Sinus gibts nur mit Hallsensoren oder Encoder.
FOC-Sinus währ nur mit Shuntmessung von mindestens 2 Phasen möglich.
Bleibt nur Hybrid-Sinus über die Back-EMF..
Nennt sich beim AM32 Crawlermode..
Wenig Akkuspannung bei niedriger Motor-KV und niedriger PWM-Frequenz und erhöhter
Leerlaufdrehzahl..ansonsten gibts ja keine ausreichende Back-EMF.
Eine "halbkalte" Lötstelle reicht für massive Fehlkommutierengen.
Wenn man die Lötstellen vom Elko betrachtet...optimal ist das nicht...
 
Genau, eine halbkalte Lötstelle verändert den Phasenwiderstand und führt zu massiven Kommutierungsfehlern.
Ich tippe auf zwei Probleme die sich gegenseitig verstärken und zum Beschädigung am ESC führten:

Zu hohe Frequenzen (zu hartes Tuning) verschlimmern das Rauschen und machen die Rückmeldung erfolglos. Jedes ein- und ausschalten der MOSFETs erzeugt steile Spannungsflanken. Diese induzieren hochfrequente Störsignale (Rauschen).

Eine kalte Lötstelle wirkt wie ein unvorhersehbarer Widerstand und erzeugt nebenbei eine erhöhte Hitzeentwicklung. Die Lötstelle oder anliegende Bauteile werden zu heiß und kann sich selbst oder Bauteile auslöten..​
 
Hallo zusammen,
vielen Dank für die super Analysen! Das hilft mir enorm, das Ganze physikalisch zu verstehen. Besonders der Punkt mit dem AM32-Sinusstart (Hybrid-Modus über Back-EMF) in Kombination mit einer fehlerhaften Phase durch eine unsaubere Lötstelle klingt logisch. Das erklärt auch, warum beim Arming kurzzeitig alle Motoren eingebrochen sind (Spannungsabfall durch den blockierenden Kanal). Ich habe den ESC inzwischen durchgemessen: Ein Leistungs-MOSFET hat einen permanenten internen Kurzschluss (0 Ohm Durchgang zu Plus/Masse). Der Chip ist also wohl innerlich zerstört und nicht nur "abgegangen". Um meine O4 Air Unit und den FC nicht zu gefährden, ist ein neuer T-Motor F55A bereits bestellt. Für den Neuaufbau nehme ich mir zwei Dinge mit:
1. Bei den großen ESC-Pads mit deutlich mehr Hitze und externem Flussmittel löten, um kalte Lötstellen und thermische Ermüdung sicher auszuschließen.
2. Die ESC-Settings auf Default lassen (24 kHz Standard, kein Sinus-Start). Die 48 KHz haben eh nicht geholfen beim O4 Jitter.
@djblue: Meine PID-Loop-Frequenz steht Betaflight Default 3.2 kHz. Der betroffene Motor zeigt beim Messen (Phase gegen Phase identische Ohm-Werte, kein Masseschluss gegen das Gehäuse) keine Auffälligkeiten. Kann ich den Motor am neuen ESC weiter nutzen? Natürlich mit SmokeStopper und erstmal vorsichtig.
Danke nochmals für die super Hilfe hier im Forum!
Viele Grüße
 
Meine PID-Loop-Frequenz steht Betaflight Default 3.2 kHz. Der betroffene Motor zeigt beim Messen (Phase gegen Phase identische Ohm-Werte, kein Masseschluss gegen das Gehäuse) keine Auffälligkeiten. Kann ich den Motor am neuen ESC weiter nutzen?
3,2?? Hmm, kenn ich persönlich jetzt nicht, aber soll nicht heißen das es schlecht ist. Was „schreibt“ man denn sonst so an Loop-Frequenzen bei dem FC?
Zum Motor:
Wenn die einzelnen Phasen alle zueinander den gleichen geringen Widerstand haben, keinen Schluss zum Gehäuse habe, die Wicklung nicht „schwarz“ geworden ist, also optisch identisch zu den anderen Motoren, die Wicklung durch die Schrauben nicht beschädigt worden ist, das Lager nicht knackt, dann würde ich dem Motor eine weitere Chance geben. 😎
 
Hallo,

ich habe den neuen ESC eingebaut und alles wieder zusammengebaut. Ich habe die Kabel etwas anders verlegt, aber ansonsten ist alles gleich geblieben. Seitdem verhält sich die Drohne aber irgendwie seltsam. Zunächst hat der FC schnell blau geblinkt und gepiepst. Es schien, als könne keine Verbindung zur Fernsteuerung hergestellt werden. Nach einer Weile ging es dann aber plötzlich. Aktuell habe ich allerdings wieder das gleiche Problem. Es scheint etwas zufällig.

Nachdem ich dann alles erst einmal mit Smokestopper ohne Propeller usw. getestet habe, habe ich im Garten einen ersten Test versucht. Die Propeller schienen sich normal zu drehen. Ich kann jedoch nicht abheben. Sobald ich Gas gebe, nimmt sie es irgendwie nicht an. Sie scheint sich auch leicht zu einer Seite zu kippen, macht dann aber nicht mehr weiter. Ich habe vorsichtshalber nicht noch mehr Gas gegeben, aber normalerweise hätte sie zu diesem Zeitpunkt schon abheben müssen. Kann es sein, dass doch der FC auch beschädigt wurde? Er scheint sonst normal. Kennt jemand dieses Verhalten?

Grüße
 
Sobald ich Gas gebe, nimmt sie es irgendwie nicht an
Kennt jemand dieses Verhalten?
Hier war die Beschreibung sehr ähnlich, kannst ja mal prüfen:
 
Hm ich hab jetzt vor allem wieder das Problem, dass er die Remote Verbindung gar nicht mehr bekommt. Woran könnte das liegen?
 
Wenn der FC schnell blau blinkt, könnte er im DFU Mode sein, oder der Gyro passt nicht..
Sollte man in BF sehen..oder passiert das nur mit Lipo-Versorgung ?
 
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